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Feuersturm im Stollensystem
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Feb. 22

 

Kurz nach dem Eintreffen der Amerikaner, als ehemalige Zwangsarbeiter den Berg nach brauchbarem durchsuchten, wurde von diesen in mehreren Stollen der Holzausbau und auch einige Materiallager angezündet, was zu Beschädigungen und First-Abbrüchen führte.

 

Zerborstene Lore im Altbergbaubereich

Durch Brände rußgeschwärzter Stollen mit Firstabplatzungen

 

Der zweite größere Brand entstand während der teilweisen Sprengung des Stollensystems durch die Sowjets.

Hier wird von einem 14-tägigen Schwelbrand berichtet der hauptsächlich für die zum Teil extrem rußgeschwärzten Stollen verantwortlich ist.

Gemäß Artikel 3 des Potsdamer Abkommens, begannen die Sowjets ab 1947 mit dem systematischen Schleifen der Anlage.

Ziel war die völlige Unbrauchbarmachung aller militärischen bzw. für die Rüstungsproduktion nutzbaren Flächen.

Nach der Evakuierung der umliegenden Gemeinden, wurden Kampf- und Sprengmittel aller Art im Berg gezündet. Die gigantischen Explosionen führten zu Einstürzen von Stollenbereichen, Druckwellen zerfetzten Loren und Stichflammen peitschten durch die Gänge. Es wurde Berichtet, dass der Seismograph des geologischen Instituts der Universität in Jena nach der größten Sprengung im Berg repariert werden musste.

Heute findet man noch Gegenstände aller Art, die die extremen Drücke und Temperaturen mehr oder weniger überstanden haben.

Stapel aus miteinander verschmolzener Glasschüsseln

Packung verschmolzener bzw. verbackener Splinte

Keramikisolator mit eingebranntem Sand