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Drohungen gegen die aktuelle Vorsitzende
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Mai. 21

-2019 wurde Franziska Lange von den Mitgliedern des Großeutersdorfer Walpers-berg Vereins mit großer Mehrheit zur Vorsitzenden gewählt und vertrat seitdem alle anfallenden öffentlichen sowie internen Arbeiten in Absprache mit dem restlichen Vorstand. „Es war ein enorm hoher Arbeits-aufwand, der von einem komplett neu be-setzten Vorstand gestemmt und umgesetzt werden musste. Die Zeit war nicht immer leicht, die Herausforderungen jedoch groß.“ sagt Frau Lange. „Ich habe mich dieser Auf-gabe mit voller Hingabe und Herzblut gewidmet“. Viele historische Führungen, die Neugestaltung der Öffentlichkeitsarbeit, die Ausstellung „Nebenan: Zwangsarbeit“, welche virtuell im Mai 2020 und in Italien im Oktober 2020 gedruckt präsentiert werden konnte, sowie die Pflege und Weiterentwicklung des ehemaligen Militärgeländes am Walpersberg sind nur einige von den Aktivitäten des Vereins der letzten Jahre gewesen. Letztes Jahr überschatteten leider weitere Ereignisse die Vereinsarbeit. Gegen die Vorsitzende wurden konkrete Drohungen herangetragen, welche sehr ernst zu nehmen waren. Frau Lange führte daraufhin ein spezielles Selbst-verteidigungstraining auf dem Gelände des Vereins aus.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde u.a. ein rechtzeitiges erkennen von Gefahren-situationen und der Umgang mit Schuss-waffenattrappen aus Hartgummi für den Ernstfall geprobt. „Provokationen, die Schaden am Eigentum implizieren sind schlimm genug, konkrete Drohungen gegen ihre körperliche Unversehrtheit sowie Ein-schüchterungsversuche verurteilen wir aufs Schärfste und stehen solidarisch hinter unserer aktuellen Vorsitzenden.“ sagt Janine Michaelis, stellvertretende Vorsitzende des Vereins. „Das Sicherheitstraining geschah ohne Kenntnis des Vorstandes und Vereins. Dem Eindruck, dass ich die Erinnerungs- kultur dieses Ortes nicht ernst nehme, möchte ich jedoch deutlich widersprechen.“ erklärt die Vereinsvorsitzende. „Wir werden im Juni eine Gesamtmitgliederversammlung durchführen in der auch ein neuer Vorstand gewählt wird. Wir danken Frau Lange sehr für Ihre bisherige Arbeit und stehen Ihr in dieser Situation zur Seite. Sie wird aus persönlichen Gründen nicht wieder kandidieren. Bis zur Neuwahl Sie wird den Verein weiter hin vertreten und im Anschluss tatkräftig unterstützen“, so die abschließenden Worte von Frau Michaelis.