Arbeitsbedingungen


Jan Stec geht in einem Brief auf die Arbeitsbedingungen bei der REIMAHG ein

Die Arbeit [verschaffte einem] nicht die geringste Annehmlichkeit oder Befriedigung. Sie erforderte vom Arbeiter eine enorme physische Anstrengung, dabei ließen die Kräfte immer mehr nach, sie erforderte Geschicklichkeit, war schwierig auszuführen und von einer vorbereitenden Schulung war keine Rede. Der Arbeiter war demzufolge an der Verrichtung der Arbeit wenig interessiert, er dachte ständig an das Essen oder daran, wie man sich ausruhen kann und die Kräfte regenerieren könnte. Der Hunger ließ keine Leistungssteigerung aufkommen. All diese erwähnten Faktoren führten bei den Zwangsarbeitern zu einer verstärkten Wachsamkeit. Angestrengt beobachteten sie die um sie sich vollziehenden Veränderungen und waren auf sicheres Verhalten bedacht. Sie nahmen eine abwehrende Haltung ein und waren darauf bedacht, keineswegs den Zorn der Arbeitgeber herauszufordern oder Gelegenheiten für eine kurze Erholungsphase in einem seitlich stillen Plätzchen aufs Spiel zu setzen. Im Endresultat waren sie gegen allem, was um sie herum geschah, gleichgültig.