Zwangsarbeiter


Am 11. April kamen die ersten Arbeitskräfte aus Italien und Osteuropa zur Baustelle in Kahla. Ihnen sollten Menschen vieler europäischer Nationen folgen. Bis Januar 1945 wurden es mindestens 10.296 ausländische Beschäftigte. Eine Vielzahl wurden aus dem 1943 besetzten Italien zur Arbeit nach Kahla geholt. Bis Januar wurden mindestens 3.178 Italiener, 3.113 Russen, 1.305 Slowaken, 1.044 Belgier, 892 Polen, 453 Ukrainer, 212 Franzosen und 7 Jugoslawen nach Kahla gebracht. Unter den Russen, Italienern, Polen und Ukrainern befanden sich auch Frauen, Jugendliche und Kinder. Es kam zur Deportation kompletter Familien aus diesen Ländern. Teilweise wurden weißrussiche Waisenhäuser nach „arbeitstauglichen“ Jugendlichen abgesucht. Auch fanden Deportationen von polnischen Kämpfern des Warschauer Aufstand im August 1944 nach Kahla statt.

 

 

Bilder

 

Herkunft der Zwangsarbeiter

Karte Deutschland 1939

3.178 Italiener, 3.113 Russen, 1.305 Slowaken, 1.044 Belgier, 892 Polen, 453 Ukrainer, 212 Franzosen, 7 Jugoslawen

 

Karl Pflomm

Er war der SS-Chef am Walpersberg und damit Hauptverantwortlich für Misshandlungen und Erschießungen. Kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner nahm er sich und seiner Familie in Hummelshain das Leben.

 

„Ostarbeiter“ bei Erdarbeiten bei der nahegelegenen U-Verlagerung "Albit" Rothenstein.

© Betriebsarchiv Carl Zeiss Jena.

 

Paul Baert.

Links: April 1944, Rechts: April 1945 nach der Heimkunft aus dem Lager „E“ der REIMAHG.

 

Arbeitsausweis

eines sog. „Volksdeutschen“ Arbeiters.

 

Arbeitsausweis

eines sog. „Volksdeutschen“ Arbeiters.

 

Arbeitsausweis

eines sog. „Volksdeutschen“ Arbeiters.

 

Arbeitsausweis

eines sog. „Volksdeutschen“ Arbeiters.

Herkunft

Italien 3.178
Sowjetunion 3.113
Slowakei 1.305
Belgien 1.044
Poland 892
Ukraine 453
Frankreich 212
Jugoslawien 7