Gedenkkultur vor 1990


Der erste Gedenkstein zur Erinnerung an die Opfer der REIMAHG wurde 1946 oberhalb des Kahlaer Friedhofs angelegt. Am 8. Mai 1965 wurde ein größeres Denkmal direkt am Walpersberg eingerichtet. Von Beginn an wurden von der DDR ehemalige ausländische Zwangsarbeiter zu den jährlichen Gedenkfeierlichkeiten eingeladen. 1974 musste die Hauptgedenkstätte am Südhang des Walpersberges militärischen Zwecken weichen. Im Berg wurde ein Munitions- und Waffenlager unter dem Namen „Komplexlager 22“ eingerichtet. Daraufhin rief man im Mai 1974 die „Mahn- und Gedenkstätte Leubengrund“ ins Leben. Die Pflege der Gedenksteine in den Lagern wurde den FDJ-Kollektiven der Polytechnischen Oberschulen der Umgebung und dem Jugendwerkhof Hummelshain auferlegt. Bis 1990 fanden die Gedenkfeierlichkeiten am 8. Mai im großen Rahmen statt. Sie galten dem Gedenken der Toten, dienten aber auch aktuellen politischen Zwecken der SED.