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Erinnerung - Partnerschaft: Großes Projekt mit Schülern aus Italien und Kahla

Ab dem 9. Mai findet in Kahla und Umgebung ein großes internationales Projekt mit Schülerinnen und Schülern aus zwei italienischen Städten und den Kahlaer Schulen statt. Im Rahmen der jährlichen Gedenkfeiern zu Ehren der Opfer der REIMAHG organisierte die Stadt Kahla, gemeinsam mit dem Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e.V. ein Projekt, welches die Aktivitäten der letzten Jahre fortsetzen soll. Vom Mittwoch bis Samstag werden sich etwa 70 Schülerinnen und Schüler aus der italienischen Stadt Castelnovo ne’Monti und 30 Schülerinnen und Schüler der Heimbürge-Regelschule Kahla gemeinsam kennenlernen und in verschiedenen Workshops miteinander arbeiten. Am Mittwoch Abend folgen weitere 20 Schüler aus der italienischen Stadt Robeco sul’Navglio, welche in Gastfamilien bei Jugendlichen aus dem Leuchtenburg-Gymnasium untergebracht werden und gemeinsam mit diesen die Tage bis Samstag zum Kennenlernen und verschiedenen Ausflügen nutzen werden. 

Grundlage des Projektes ist die Geschichte des NS-Rüstungswerkes REIMAHG, in welchem 1944/45 über 12.000 ausländische Zwangsarbeiter arbeiten mussten und von denen ca. 2000 innerhalb von nur 12 Monaten verstarben. So wurden auch aus den am Projekte beteiligten italienischen Orten viele Menschen nach Kahla verschleppt und zum teil auch getötet. 

Mit dieser schwierigen Geschichte zu arbeiten, die Verantwortung darauf zu erkennen, aber auch einfach Menschen aus Europa kennenzulernen ist das Ziel des Projektes, welches vom Geschichts- und Forschungsverein koordiniert und von der Thüringer Staatskanzlei mit Fördermitteln unterstützt wird.

In das Projekt sind neben den genannten Schulen auch das Förderzentrum, der Partnerschaftsverein Kahla, die Feuerwehr Kahla und einigen Stadträten und Privatpersonen eingebunden, ohne die das umfangreiche Programm nicht zu realisieren gewesen wäre. 

In einer Hauptveranstaltung im geschichtsträchtigen Kahlaer Rosengarten am Freitag um 18:00 Uhr werden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen vorgestellt. Auch die beteiligten Schulen und offizielle Vertreter aus den Städten werden über das Projekt berichten. Die Veranstaltung ist öffentlich, jedoch ist mit knappen Sitzkapazitäten auf Grund der großen Anzahl der Gäste zu rechnen. Rechnen wird sich das Projekt neben den vielen Kontakten zwischen den Jugendlichen auch für die Hotellerie und Gastronomie der Region. Alle Kapazitäten sind restlos ausgebucht. 

Trotz einem Wechsel an der Rathausspitze im Juli diesen Jahres hoffen die Verantwortlichen, dass das schon seit einiger Zeit formulierte Ziel einer ersten internationalen Städtepartnerschaft für Kahla weiter verfolgt werden wird. 

Den Gesamtablauf finden Sie hier: https://drive.google.com/open?id=18T5trASOX_jv65S_hdUIFECxEy_DKeCM