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V.l.n.R.: Arnim Bachmann, Katharina Süßenbach, Ronny Dörfer, Maria Döbert, Irene Schlotter und Markus Gleichmann.

Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg mit neuem Vorstand

Die Mitgliederversammlung des Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg wählte am 20. Februar turnusgemäß einen neuen Vorstand. Markus Gleichmann, der seit der Vereinsgründung 2005 den Verein als ehrenamtlicher Vorsitzender führte, kandidierte nicht erneut für dieses Amt. „Wir können sehr stolz auf das erreichte sein. Mit der Schaffung des Dokumentationszentrums Walpersberg in Großeutersdorf, dem Kauf und der Pflege des ehemaligen Militärgeländes oberhalb der Gemeinde, vielen Publikationen zum Forschungsthema „REIMAHG“ bis zur Schaffung eines regulären Arbeitsplatzes im Museum, haben wir uns innerhalb von 10 Jahren von einer Initiative zu einer über die Grenzen der Region hinaus bekannten Institution entwickelt.“ resümiert der langjährige Vereinschef. „Veranstalter einer jährlichen bundesweiten Tagung zwischen Wissenschaft und Ehrenamt, viele Vernetzungen zu Vereinen und Verbänden innerhalb Deutschlands,gefragter Interviewpartner bei TV-Dokumentationen auch internationaler Art, Zusammenarbeit mit internationalen Überlebendenverbänden der NS-Zwangsarbeit. Das sind alles Attribute, die auf unsere Vereinsarbeit zutreffen und an die so vor 10 Jahren nicht zu denken war.“ so Gleichmann. „Seit dem Bestehen ist es uns immer gelungen, die Menschen von unserem Projekt zu begeistern und die Bedeutung und Dimension der Geschichte des NS-Rüstungswerkes „REIMAHG“ deutlich zu machen. Daher freut es mich, dass wir nun auch personelle Änderungen in der Führungsstruktur des Vereins präsentieren können, die die kontinuierliche Arbeit des Vereins garantieren und neue Akzente setzen können. Gleichzeitig danken wir allen die in den vergangenen Jahren Verantwortung übernommen haben.“ dankte Markus Gleichmann abschließend vor allem auch den ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Danny Engelhardt und Nils Gleichmann, die sich aus persönlichen Gründen aus der Vorstandsarbeit  zurückziehen.

Als neuer Vorsitzender des Vereins wurde das langjährige Vereinsvorstandsmitglied Ronny Dörfer (39 Jahre aus Wünschendorf) gewählt. Er wird sich neben der Führung des Vereins auf die Arbeitsfelder Finanzen, Forschung und den allgemeinen Geschäftsbetrieb konzentrieren. Arnim Bachmann (48 Jahre aus Kahla) bleibt stellvertretender Vorsitzender und insbesondere für die Mitgliederbetreuung und das Außengelände zuständig. Neu im Vereinsvorstand ist die 29-jährige Katharina Süßenbach aus Pößneck, die als Tätigkeitsfeld im Schwerpunkt das Dokumentationszentrum unterstützen wird. Die 32-jährige Historikerin Maria Döbert ist ebenfalls neu im Vereinsvorstand und wird die Arbeitsbereiche der Museumspädagogik, der Koordination der jährlichen Gedenkfeierlichkeiten und die internationalen Beziehungen vor allem nach Italien übernehmen. Die Öffentlichkeitsarbeit, die Museumspädagogik und die Wanderausstellung des Vereins  unterstützt die ebenfalls neu in den Vorstand gewählte Historikerin Irene Schlotter aus Greuda (34 Jahre). Der ehemalige Vorsitzende Markus Gleichmann (30) bleibt als zweiter stellv. Vorsitzender im Vorstand des Vereins erhalten. 

In der konstituierenden Vorstandssitzung am 10.03.2016 legte der Vorstand die Arbeitsfelder und die genannte Aufteilung fest und vereinbarte einen Grundarbeitsplan für die kommenden Monate. „Die Schwerpunkte in diesem Jahr liegen auf der Tagung „Rüstung unter Tage“ im April, den Gedenkfeiern im Rahmen des 71. Jahrestages der Befreiung am 6. und 7. Mai, dem Ausbau- und Renovierung und der personellen Sicherung des Dokumentationszentrums. Auch die monatlichen Führungen und die vielen Sonderführungen für interessierte Gruppen  sind Kernpunkte der Vereinsarbeit. Mittelfristige Ziele sind weiterhin die Möglichkeit eines Besucherrundganges im Stollensystem und die Dokumentation der Ereignisse in einem neuen Buch, welches Ende des Jahres 2017 erscheinen soll.“ so der neue Vorsitzende Ronny Dörfer abschließend.